Großübung: Besetzter Reisezug entgleist

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Insgesamt 129 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rettungsdiensten sowie die Rettungszüge der Bahn aus Würzburg und Fulda waren in der Nacht zum Sonntag an einer Übung des Notfallmanagements der Bahn im Mühlberg-Tunnel beteiligt. Die Meldung lautete: „Ein besetzter Reisezug ist auf seiner Fahrt von Würzburg nach Hannover am frühen Sonntagmorgen aus ungeklärter Ursache im Mühlberg-Tunnel bei Gemünden entgleist.“ 

 

DSC 2456In der Nacht zum Sonntag gegen 1.30 Uhr „löste“ der zuständige DB-Netz-Bezirksleiter Enrico Schwarz den fiktiven Unfall im Mühlberg-Tunnel aus. Sofort wurden die beiden Rettungszüge der Bahn aus Würzburg und Fulda alarmiert. Über die entsprechenden Einrichtungen der Bahn gelangte der Notruf zur Integrierten Leitstelle bei der Berufsfeuerwehr in Würzburg, die wiederum die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rettungsdiensten informierte.

An den jeweiligen Portalplätzen des Mühlberg-Tunnels errichteten die Einsatzkräfte die im Tunnel notwendige Funktechnik. Ein Prozedere, wie es mehrfach von allen im Alarmplan vorgesehenen Feuerwehren und dem THW im Laufe eines Jahres geübt wird.

DSC 2484Um der Übung, die seit Februar dieses Jahres vorbereitet wurde, einen realistischen Verlauf zu geben, wurden von DB-Gesamtübungsleiter Kevin Müller und Einsatzleiter, Kreisbrandrat Manfred Brust, verschiedene Szenarien eingespielt, die über die üblichen Meldewege weitergeleitet werden mussten. Wichtig für die Bahn war auch das Zusammenspiel der beiden Rettungszüge sowie der Einsatzkräfte an den Tunnelportalen am Mühlberg- und am Schönraintunnel.

DSC 2429„Es war eine Anfahr- und Meldeübung, bei der vor allem die Kommunikationswege und das Rettungskonzept überprüft werden sollten“, so Müller. „Die Übung hat den gewünschten Erfolg gebracht“, resümierte er zufrieden.

Die Beteiligten konnten nach Übungsende gegen 3.45 Uhr die Tunneleinrichtungen des Mühlberg- und Schönraintunnels besichtigen und um 5.50 Uhr die Strecke für den Zugverkehr wieder freigeben.

 

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